Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2026
Der Gründerzuschuss der Agentur für Arbeit hilft Arbeitslosen, die selbstständig werden wollen. Er bietet finanzielle Unterstützung in der schwierigen Startphase eines Unternehmens. Der Zuschuss teilt sich in zwei Phasen auf, um gezielt zu helfen. Der Gründungszuschuss dient dazu, die Beendigung der Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit zu fördern. Zielgruppe sind insbesondere Existenzgründer, die aus der Arbeitslosigkeit heraus ein Unternehmen gründen möchten. Das Arbeitsamt prüft dabei im Rahmen der Fördermittelvergabe, ob eine Selbstständigkeit auf dem Arbeitsmarkt sinnvoll erscheint und Vorrang vor einer Vermittlung in eine offene Stelle hat.
Um dieses Angebot zu nutzen, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Außerdem muss ein Experte die Geschäftsidee prüfen. Es ist zu beachten, dass der Gründungszuschuss eine Ermessensleistung ist und kein Rechtsanspruch auf die Förderung besteht. Alle Einzelheiten zu Bewerbung und Kriterien gibt es auf der Website der Agentur für Arbeit.
Schlüsselerkenntnisse
- Der Gründungszuschuss unterstützt arbeitslose Menschen in der Existenzgründung und dient der Absicherung des Lebensunterhalts sowie der sozialen Absicherung in der Startphase der selbstständigen Tätigkeit.
- Die Förderung erfolgt im Rahmen der Fördermittel der Bundesagentur für Arbeit und basiert auf dem Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 (ALG 1).
- Die Bewilligung und Gewährung des Gründungszuschusses ist eine Ermessensleistung der Agentur für Arbeit nach SGB III (§§ 93, 94); es besteht kein Rechtsanspruch auf die Förderung.
- Die Förderung ist in zwei Phasen unterteilt: In Phase 1 erhalten Gründer einen Zuschuss in Höhe des zuletzt bezogenen ALG 1 zuzüglich einer Pauschale von 300 Euro monatlich zur sozialen Absicherung für sechs Monate; in Phase 2 kann für weitere neun Monate eine Pauschale von 300 Euro gewährt werden.
- Voraussetzung: Mindestens 150 Tage Restanspruch auf Arbeitslosengeld I zum Zeitpunkt des Antrags auf Gründungszuschuss.
- Die Antragstellung und Bewilligung des Gründungszuschusses müssen vor Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit erfolgen.
- Zu den notwendigen Unterlagen (Inhalt des Antrags) gehört eine Stellungnahme einer fachkundigen Stelle zur Tragfähigkeit des Gründungsvorhabens (z. B. IHK, Handwerkskammer).
- Die Förderung ist steuerfrei und muss nicht zurückgezahlt werden.
Was ist der Gründerzuschuss?
Der Gründerzuschuss der Agentur für Arbeit ist eine Finanzhilfe für arbeitslose Menschen, die ein eigenes Geschäft starten wollen. Ziel ist es, die Beendigung der Arbeitslosigkeit zu fördern und den Übergang von der Arbeitslosigkeit in eine eigenständige Beschäftigung durch die Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit zu erleichtern. Die Förderung erfolgt im Rahmen der Arbeitsförderung und dient der Sicherung des Lebensunterhalts und der sozialen Absicherung während des Starts in die Selbstständigkeit. Er soll in der ersten Zeit der Selbstständigkeit den Lebensunterhalt sichern. Mit diesem Förderprogramm der Agentur für Arbeit erhalten die Gründer finanzielle Unterstützung in zwei Phasen. Sie können sich dadurch voll auf die Umsetzung ihrer Geschäftsidee konzentrieren.
Definition und Zielsetzung
In der ersten Phase des Gründerzuschusses erhalten Gründer für sechs Monate einen Zuschuss in Höhe ihres zuletzt bezogenen ALG 1 zuzüglich einer Pauschale von 300 Euro für die soziale Absicherung. Diese Pauschale dient der Sicherung und Absicherung der sozialen Versicherungen wie Kranken-, Pflege- und Altersvorsorge während der Gründungsphase. In Phase 2 kann für weitere neun Monate eine Pauschale von 300 Euro monatlich beantragt werden, wobei das ALG 1 nicht mehr enthalten ist. Die Gesamthöhe des Gründungszuschusses kann bis zu 20.000 Euro betragen, wobei die meisten Empfänger zwischen 10.000 und 15.000 Euro erhalten. Diese Förderung wird gewährt, wenn die selbstständige Tätigkeit hauptberuflich ausgeübt wird. So werden die finanzielle Absicherung und soziale Absicherung von Gründern während der Aufnahme ihrer Selbstständigkeit sichergestellt.
Voraussetzungen für die Beantragung
Der Antrag auf Gründungszuschuss wird in der Regel online über das Portal der Bundesagentur für Arbeit gestellt. Die Agentur für Arbeit bietet kostenfreie Beratungen zur Antragstellung an. Wer den Gründerzuschuss beantragen möchte, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I von mindestens 150 Tagen ist nötig, und der Antragsteller muss arbeitslos gemeldet sein. Bezieher von Bürgergeld können keinen Gründungszuschuss erhalten und es darf keine Sperrzeit beim ALG I vorliegen. Die Bewilligung des Gründungszuschusses erfolgt auf Basis der eingereichten Unterlagen. Neben dem Antrag auf Gründungszuschuss sind Nachweise über Qualifikationen und Kenntnisse, ein Businessplan mit einer überzeugenden Geschäftsidee, eine Beschreibung des Gründungsvorhabens sowie eine Tragfähigkeitsbescheinigung einer fachkundigen Stelle (z.B. IHK, HWK, Banken oder Steuerberater) erforderlich. Die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells wird durch die Stellungnahme der fachkundigen Stelle beurteilt, um die Erfolgsaussichten und die Förderfähigkeit zu sichern. Der Inhalt des Antrags umfasst alle relevanten Unterlagen, die die wirtschaftliche Realisierbarkeit und die Vorbereitung der Gründung belegen. Der Gründungszuschuss muss grundsätzlich nicht zurückgezahlt werden, kann aber bei vorsätzlich oder grob fahrlässig falschen Angaben zurückgefordert werden. Die Auszahlung des Gründungszuschusses erfolgt monatlich auf das im Antrag angegebene Konto. Alle Details und wie man den Antrag stellt, findet man auf nützlichen Ressourcen.
Wer kann den Gründerzuschuss erhalten?
Arbeitslose, die selbstständig werden wollen, können den Gründerzuschuss bekommen. Der Gründerzuschuss richtet sich speziell an Existenzgründer, die aus der Arbeitslosigkeit heraus eine selbstständige Beschäftigung aufnehmen möchten. Voraussetzung ist, dass sie Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 (ALG 1) haben und keine passenden Stellenangebote auf dem Arbeitsmarkt durch das Arbeitsamt oder die Agentur für Arbeit vermittelt werden können. Sie müssen bestimmte Bedingungen erfüllen. Darunter fallen diese Gruppen:
Anspruchsberechtigte Personengruppen
- Arbeitslosengeld-I-Empfänger, die vollzeit selbstständig sein möchten und keine passenden Stellenangebote auf dem Arbeitsmarkt finden, können den Gründerzuschuss beantragen.
- Menschen mit Behinderungen können auch unterstützt werden, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen.
- Wer 150 Tage Anspruch auf Arbeitslosengeld I hatte, arbeitslos gemeldet ist und einen überzeugenden Businessplan sowie alle erforderlichen Unterlagen vorlegt, hat Chancen auf die Förderung durch das Arbeitsamt bzw. die Agentur für Arbeit.
Wichtige Kriterien im Überblick
Die Arbeitsagentur achtet besonders auf einige Punkte bei der Gründerförderung. Wichtige Kriterien sind:
- Der echte Bedarf des Zuschusses für eine erfolgreiche Gründung.
- Eine fachliche Überprüfung der Geschäftsidee ist nötig.
- Die selbstständige Tätigkeit muss mindestens 15 Stunden pro Woche umfassen, damit sie als hauptberuflich gilt und die Voraussetzungen für die Förderung erfüllt sind. Liegt die Arbeitszeit unter 15 Stunden pro Woche, besteht kein Anspruch auf den Gründerzuschuss oder auf Arbeitslosengeld nach der Aufnahme der Selbstständigkeit.
Für den Zuschuss ist ein überzeugender Businessplan essenziell. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann hier klicken.
Antragsprozess für den Gründerzuschuss
Der erste Schritt zum Gründerzuschuss ist ein Beratungsgespräch bei der Agentur für Arbeit. Dabei wird geprüft, ob du die Kriterien erfüllst. Die Fachkraft erklärt dir den Antragsprozess für den Gründerzuschuss und welche Unterlagen du brauchst. Zu den notwendigen Inhalten für den Antrag auf Gründungszuschuss gehören insbesondere die Beschreibung deiner Geschäftsidee, das Gründungsvorhaben sowie eine Stellungnahme einer fachkundigen Stelle zur Tragfähigkeit deines Vorhabens. Gut vorbereitet zu sein, verbessert deine Erfolgsaussichten.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Vereinbarung eines Beratungsgesprächs bei der Agentur für Arbeit.
- Prüfung der Fördervoraussetzungen durch die Fachkraft.
- Zusammenstellung der erforderlichen notwendigen Unterlagen, darunter ein detaillierter Businessplan, Kapitalbedarfs- und Finanzierungspläne.
- Einreichung des Antrags online。
- Warten auf die Bearbeitung, die in der Regel ein bis zwei Wochen dauert.
- Erfüllung der Berichtspflichten über den Fortschritt der Selbstständigkeit nach Genehmigung.
Wichtige Dokumente und Informationen
Zur Beantragung des Gründerzuschusses sind spezielle Dokumente nötig. Sie zeigen deinen Finanzbedarf und wie du ihn deckst. Die wichtigsten notwendigen Unterlagen findest du hier:
| Dokument | Beschreibung |
|---|---|
| Businessplan | Detaillierte Planung der Geschäftsidee und deren Umsetzung |
| Kapitalbedarfsplan | Darstellung der finanziellen Mittel, die benötigt werden |
| Finanzierungsplan | Überblick über Quellen der Finanzierung und Ausgaben |
| Qualifikationsnachweise | Unterlagen, die die persönliche Eignung für das Vorhaben belegen |
| Stellungnahme einer fachkundigen Stelle zur Tragfähigkeit des Gründungsvorhabens | Bescheinigung einer fachkundigen Stelle (z. B. IHK, HWK, Banken, Steuerberater) über die Tragfähigkeit der Geschäftsidee als Voraussetzung für die Bewilligung des Gründerzuschusses |
| Unternehmerischer Bericht | Regelmäßige Berichte zur Entwicklung der Selbstständigkeit |
Höhe und Dauer des Gründerzuschusses
Der Gründerzuschuss ist eine wichtige finanzielle Unterstützung für viele neue Unternehmer in Deutschland. Der Zuschuss wird in zwei Phasen gewährt: In der ersten Phase erhalten Gründer einen Zuschuss in Höhe ihres zuletzt bezogenen ALG 1 zuzüglich einer monatlichen Pauschale von 300 Euro zur sozialen Absicherung, um die Sicherung des Lebensunterhalts und die Absicherung in der Kranken-, Pflege- und Altersvorsorge während der Gründungsphase zu gewährleisten. In der zweiten Phase kann für weitere neun Monate eine Pauschale von 300 Euro für die soziale Absicherung beantragt werden, sofern die selbstständige Tätigkeit fortgeführt wird. Hier erläutern wir, wie hoch dieser Zuschuss ist und wie lange er gezahlt wird.
Finanzielle Unterstützung im Detail
In zwei Phasen wird der Gründerzuschuss ausgezahlt, mit verschiedenen Beträgen. Anfangs bekommen Antragsteller ihr letztes Arbeitslosengeld plus 300 Euro monatlich. Diese Unterstützung erhalten sie in den ersten sechs Monaten.
Nach diesen sechs Monaten, in einer neunmonatigen Phase, sinkt der Zuschuss auf 300 Euro. Für diese Phase ist ein neuer Antrag nötig. Dabei muss bewiesen werden, dass man voll beruflich selbstständig ist.
Förderzeitraum und Verlängerungsmöglichkeiten
Die Gesamtdauer des Förderzeitraums Selbstständigkeit beträgt 15 Monate. Nach der ersten Förderphase (Phase 1) kann eine Verlängerung der Förderung um weitere neun Monate (Phase 2) beantragt und bewilligt werden, sofern die Voraussetzungen wie die Fortführung der selbstständigen Tätigkeit erfüllt sind. Außerdem ist der Zuschuss steuerfrei. Gründer haben auch die Chance, weitere Zuschüsse zu erhalten, zum Beispiel für wichtige Beratungen. Vor der Antragstellung ist eine Beratung sinnvoll, um alles richtig zu machen. Mehr Informationen gibt es auf dieser Seite.
| Phase | Dauer (Monate) | Betrag pro Monat (Euro) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Phase 1 | 6 | Letztes Arbeitslosengeld + 300 | Erstmalige finanzielle Unterstützung |
| Phase 2 | 9 | 300 | Nachweis der hauptberuflichen Selbstständigkeit erforderlich |
Tipps zur erfolgreichen Antragstellung
Bei der Beantragung des Gründerzuschusses ist gute Vorbereitung notwendig. Fehler wie unvollständige oder schlecht vorbereitete Dokumente mindern die Erfolgschancen stark. Gründer müssen sich gut über die Anforderungen informieren. Alle nötigen Nachweise über ihre Geschäftsidee sollten bereitliegen. Ein umfassender Businessplan, der von Marktanalysen bis zur Finanzierung alles abdeckt, ist entscheidend. Besonders wichtig ist eine positive Stellungnahme einer fachkundigen Stelle zur Tragfähigkeit des Gründungsvorhabens, da diese die Chancen auf Bewilligung des Gründerzuschusses durch die Agentur für Arbeit deutlich erhöht.
Häufige Fehler vermeiden
Ein Fehler ist oft, ohne genug Vorbereitung, zum Termin bei der Arbeitsagentur zu erscheinen. Um Ablehnungen zu verhindern, ist die 72-Stunden-Regel wichtig. Sie sagt, dass man schnell nach dem Antrag handeln soll. Die Chancen steigen dadurch. Hilfe von einem Profi, wie einem Gründercoach, kann Unklarheiten beseitigen und Stolpersteine aus dem Weg räumen.
Nützliche Ressourcen und Ansprechpartner
Verschiedene Hilfsmittel können den Antragsprozess vereinfachen. Die Broschüre „Starthilfe – Der erfolgreiche Weg in ist besonders nützlich. Außerdem ist der Kontakt zur Arbeitsagentur empfehlenswert. Die dortigen Mitarbeiter geben hilfreiche Tipps. Sie informieren über häufige Fehler, die man bei der Zuschussbeantragung vermeiden sollte. Gute Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg.

